Hessen-Projekt "Fahrzeugflotten in Microgrids"

Bidirektional ladbare Fahrzeugflotten in Microgrids

Im Projekt „Bidirektional ladbare Fahrzeugflotten in Microgrids“ werden die technischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Energiespeichersystemen und bidirektional ladbaren Fahrzeugflotten in industriellen Microgrids untersucht. Elektrofahrzeuge können hierbei nicht nur Energie aus dem Netz beziehen, sondern auch zurückspeisen und so als mobile Energiespeicher zur Flexibilisierung lokaler Energieversorgungssysteme beitragen. Ziel ist es, Modelle und Managementkonzepte zu entwickeln, die eine effiziente Integration dieser Technologien ermöglichen und ökologische, ökonomische sowie gesellschaftliche Vorteile aufzeigen.

Das Projekt verbindet technische Untersuchungen zur Systemintegration mit Akzeptanzanalysen und Wirtschaftlichkeitsstudien, um Hemmnisse und Chancen aus Sicht der Industrie zu bewerten. Damit leistet es einen Beitrag zur nachhaltigen und resilienten Energieversorgung sowie zur Sektorenkopplung von Mobilität und Energie. Der interdisziplinäre Ansatz der beteiligten Fachgebiete für Produktion und Supply Chain Management (PSCM) sowie Mechatronische Systeme (IMS), sowie drei Industriepartnern gewährleistet dabei eine praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Betrachtung.

Die Projektergebnisse werden über die HOLM-Plattform sowie Veröffentlichungen und Workshops einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht und bilden eine Grundlage für künftige Anwendungen, Beratungsansätze und Softwarelösungen im Bereich intelligenter Energiesysteme und bidirektionaler Ladeinfrastrukturen.

Das Forschungsvorhaben (HA-Projekt-Nr.: 2078/25-187) hat eine Laufzeit von April 2026 bis Oktober 2027 und wird aus Mitteln des Landes Hessen und der HOLM-Förderung im Rahmen der Förderlinie „Innovative Projekte in Logistik & Mobilität“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und Ländlichen Raum gefördert. Als Projektpartner fungiert Prof. Dr.-Ing. Stephan Rinderknecht, Institut für Mechatronische Systeme an der TU Darmstadt, sowie die Firmen ewr netze, Frankfurt, Folivora Solutions GmbH, Mühltal sowie CuroCon aus Zwingenberg sind am Projekt beteiligt.