Nutzenpotenziale intelligenter Beleuchtungssysteme für die Lagerwirtschaft am Beispiel der Kommissionierung

CargoErgo – Prozess- und Ergonomieanalyse in der Luftfracht

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen fördert Forschungsprojekt am Fachgebiet PSCM

Für das Forschungsvorhaben „CargoErgo – Prozess- und Ergonomieanalyse in der Luftfracht„ erhalten Prof. Dr. Christoph Glock und Dr. Eric Grosse eine Zuweisung aus dem Forschungsförderungsprogramm „Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität“ im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Der globale Handel und die Forderung nach immer kürzeren Lieferzeiten und geringen Lagerbeständen haben in den letzten Jahren zu einer deutlichen Zunahme der Luftfracht geführt. Die Luftfracht trägt somit einen entscheidenden Anteil an der globalen wirtschaftlichen Entwicklung, was auch dazu führt, dass die Luftfracht ein profitables Geschäft für Fluggesellschaften darstellt, die ihre Kapazitäten diesbezüglich stetig weiter ausbauen. Innerbetriebliche logistische Prozesse spielen in jeder Supply Chain jedoch allgemein eine wichtige Rolle und sind vor allem bei Handling Agents, d.h. Abfertigungsgesellschaften, entscheidend für Liefertreue und Kundenzufriedenheit. Der hohe Kostendruck in der Luftfracht zwingt die Abfertigungsgesellschaften immer mehr, interne logistische Prozesse effizienter zu gestalten, um langfristig im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Ein Bereich des Luftfrachthandlings, der besonders arbeits- und zeitintensiv ist, ist der Auf- und Abbau von Luftfrachtpaletten. Diese Prozesse sind allgemein von einem sehr hohen Anteil an manueller, körperlicher Arbeit geprägt und sollten daher regelmäßig auf ökonomisches und ergonomisches Verbesserungspotenzial geprüft werden.

Die Beurteilung von Optimierungspotenzialen in der Luftfracht hängt von verschieden Parametern (wie z. B. ausführende Personen, Dimensionen der Ware, technische Hilfsmittel) ab. So ergeben sich Wechselwirkungen, die integriert betrachtet werden müssen. Das Projekt beabsichtigt daher, intralogistische Prozesse bei Handling Agents, welche beim Frachtversand per Flugzeug die Schnittstelle zwischen dem Spediteur und der Fluggesellschaft bilden, insbesondere unter Berücksichtigung ergonomischer und wirtschaftlicher Aspekte zu analysieren. Dabei soll erforscht werden, ob es Potenziale für innovative und nachhaltige Lösungsansätze sowohl für wirtschaftliche als auch für ergonomische Prozessverbesserungen in der Luftfracht gibt. Die Beschreibung und Beurteilung der derzeitigen Luftfrachtprozesse fußt auf einem stark interdisziplinären Einsatz von betriebswirtschaftlichen und arbeitswissenschaftlichen Methoden unter Berücksichtigung von am Markt verfügbaren technischen Hilfsmitteln und Technologien.

Das Forschungsvorhaben CargoErgo (HA-Projekt-Nr.: 801 /19-121) hat eine Laufzeit von September 2019 bis Oktober 2020 und wird aus Mitteln des Landes Hessen und der HOLM-Förderung im Rahmen der Maßnahme „Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung gefördert. Als Partner sind Prof Dr. Kai-Oliver Schocke vom Fachgebiet Logistik und Produktionsmanagement der Frankfurt University of Applied Sciences sowie als assoziierte Partner Swissport Cargo Services Deutschland GmbH und LUG aircargo handling GmbH am Projekt CargoErgo beteiligt.